Veranstaltungen

Veranstaltungsreihe: Salon Philosophique – gabarage upcycling
design, Schleifmühlgasse 6, 1040 Wien

Ziel des 2008 gegründeten SALON PHILOSOPHIQUE ist, durch Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen einen medizinisch-philosophischen Diskurs zu etablieren und die Zusammenhänge von Heil- und Lebenskunst zu thematisieren.
Unser Forum „ohne Schwellenangst“, welches für alle Interessierten offen ist, bietet die Gelegenheit, höchst lebhafte intellektuelle Debatten in einer ästhetisch erfüllten Salonatmosphäre zu genießen.

Termine 2017:

Ute Andorfer – 24. Jänner 2018, 19.00 Uhr
EssThetik: Kultur des Essens – Essen mit Kultur
In Bezug auf das Essen und unsere Ernährung leben wir in einer recht ambivalenten Zeit. Das Lebenstempo scheint sukzessive schneller zu werden, damit wachsen auch die an uns täglich gestellten Anforderungen, Nahrungsaufnahme wird dabei schnell zur Nebensächlichkeit, der Genuss bleibt auf der Strecke. In Anbetracht der stetig wachsenden Angebote zur Entschleunigung durch Wellness-Treatments, Genuss-Wochenenden oder auch Genussreisen scheinen wir die Fähigkeit zu Langsamkeit, Achtsamkeit und Genuss verloren oder zumindest verlernt zu haben.
Das, was wir allerdings mehr bräuchten als käuflich zu erwerbende Genussauszeiten, ist  auf individueller Ebene die Fähigkeit zu einer liebevollen Rückwendung zu uns selbst, zu einer alltäglichen selbstfürsorglichen Haltung. Und zu einer selbstfürsorglichen Haltung gehört wiederum das Essen und die Ernährung mit all ihren vielschichtigen Aspekten. Die sozialästhetischen Aspekte des Essens als Forschungsgegenstand der Psychologie und der psychiatrischen Medizin in den Fokus zu nehmen, scheint dabei zwingend logisch.
Von Molière (1622-1673) stammt der Ausspruch „Wenn ich gut gegessen habe, ist meine Seele stark und unerschütterlich – daran kann auch der schwerste Schicksalsschlag nichts ändern.“, von Churchill (1874-1965) das recht bekannte Zitat „Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.“ Es könnte sich also lohnen, das Thema „Essen“ mit all seinen zahlreichen Aspekten, die es hat, wieder vermehrt in den therapeutischen Diskurs aufzunehmen und darüber nachzudenken, wie die Bearbeitung dieses Themenfeldes Krank-gewordenen helfen kann wieder gesund zu werden und wie es Gesunden dabei helfen kann, gesund zu bleiben.

Peter Huemer – 28. Februar 2018, 19.00 Uhr
1968 – Eine Kulturrevolution

Martin Tauss – 16. Mai 2018, 19.00 Uhr
Der Buddha, die Therapie und die Wissenschaft. Geschichte einer spannenden Begegnung
In der Medizin und Psychotherapie haben Achtsamkeits-basierte Methoden in der letzten Zeit eine rasante Verbreitung erfahren. Die Zahl der Studien zu diesem Thema ist exponentiell angestiegen. Die Entdeckung der Achtsamkeit ist einer wissenschaftlichen Übersetzung aus der Jahrtausende-alten Lehre des Buddha (Dharma) zu verdanken – ein Prozess, im Zuge dessen heute auch weitere Elemente einer meditativen Geistesschulung nutzbar gemacht werden. Der Vortrag begibt sich auf eine Zeitreise, beleuchtet die wenig beachteten Wurzeln der buddhistischen Lehre und zeigt, wie diese ab dem 20. Jahrhundert in einen spannenden Dialog mit der modernen Therapie und Wissenschaft getreten ist.


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